Dienstag, 14. September 2010

PC @ Home – die Dritte

In meinem Kopf spukte es schon länger umher, dieses „Ich brauche etwas neues“ – Gefühl. Da mein Laptop langsam aber sicher auseinander fällt, hatte ich mich erst dazu entschlossen, einen neuen Laptop anzuschaffen. Dabei hatte ich 3 Möglichkeiten in Betracht gezogen. Erstens ein neues Laptop, mit ca. 15“ und preiswerter Grundausstattung (1GB RAM DDR3, 160 GB, onboard-Grafik und einer Laufzeit von ca. 2,5 Std.), zweitens ein gebrauchtes Laptop (IBM/ Lenovo T61 14“ und mit integriertem WWAN) oder drittens ein Netbook mit langer Akkulaufzeit und integriertem WWAN. Die Entscheidung ist mir schwer gefallen, den einen Tag stand sie fest und ich nahm unumstößlich an, dass es ein Lenovo T61 wird, am nächsten Tag verfluchte ich die Entscheidung und erkor das Netbook als das Maß der Dinge. So ging es seit geraumer Zeit und ließ mich in meinen Entscheidungen immer wieder hin und her schwanken.

Relativ kurzfristig (gemessen an den oben beschriebenen Gedankengängen) entschloss ich mich gegen irgendein neues Laptop und befand, dass die Zeit für einen neuen PC gekommen war. Hier schwankte ich kurz zwischen AMD und Intel. Ich hatte in der Vergangenheit bereits mit beiden Spezies Kontakt. Da man ja immer hört, dass AMD ihre Technik preiswerter an den Mann bzw. die Frau bringt als es Intel tut, war ich kurzerhand dazu hingerissen es, nach der langen Zeit mit einem Pentium 4, es mal wieder mit einem AMD Athlon oder Phenom zu probieren. Da ich bei meiner Internetrecherche allerdings festgestellt habe, dass AMD doch nicht so preiswert ist und mir in Hinblick auf Linux, Intel’s offene Treiberpolitik, durch den Kopf schwirrte – habe ich mich kurzerhand für ein Intel Core i3 System entschieden.

Der Computerladen meines Vertrauens, der übrigens sehr kundenfreundlich ist, hatte all das vorrätig, was mein lüsterndes Herz begehrte. Neben einem
  • boxed Intel Core i3 540 (Clarkdale, 2x 3,06 GHz, 4 MB L3 Cache, integrierter Intel HD Grafik, HT, 64Bit, VT), 
  • 4 GB RAM Kit (2x 2GB) DDR3-1333 von Kingston ValueRAM erstand ich noch 
  • ein Mainboard der Firma Gigabyte GA-H55M-UD2H.
Zuhause angekommen machte ich mich sogleich an Sicherung meiner Daten, damit ich diese nach der Neuinstallation weiterbenutzen konnte. Nachdem dies geschehen war, begann ich mit dem Neuaufbau. Viel war ja nicht zu beachten, gleichwohl, wie bei den vorangegangenen Systemen lässt sich die CPU nur in einer Position auf den 1156’er Sockel setzen. Danach schnell den CPU-Kühler per Pushpins auf dem Mainboard verankert und schon konnte ich mich dem RAM widmen. Da das Mainboard ebenfalls Dualchannel bereitstellt, wurde der RAM in die dafür vorgesehenen Slot’s 1 und 3 gesteckt. Anschließend wurde das so vorbereitete Mainboard in das alte Gehäuse geschraubt, die erforderlichen Stecker von Netzteil, Gehäuse, Festplatten und Laufwerk angeschlossen und drei Mal auf Holz geklopft. Das Starten des PC’s versetzte mich in helle Aufregung, der Boxed Lüfter verspricht Ruhe – nur ein leises kaum vernehmbares Säuseln war zu vernehmen. Schnell noch die Einstellungen im Bios überprüft, die Bootreihenfolge geändert und das Installationsmedium eingelegt. Ich habe mich sehr gefreut, endlich ist es da - mein erstes 64Bit-System!

Ich habe mich für ein Dualbootsystem entschieden. Auf dem Intel SSDrive X25-V wurde Windows 7 64bit installiert und auf einer weiteren Festplatte feierte Ubuntu 10.04 LTS, ebenfalls in der 64bit Version, sein Einzug. Während nach der Installation von Windows 7 noch weitere Treiber installiert werden mussten, funktionierte bei Ubuntu alles „out of the Box“.
Jetzt nach den ersten Tagen, kann ich mich gar nicht genug erfreuen an dem doch sehr deutlichen Leistungszuwachs. Ich hatte gedacht, dass mein altes System nicht so langsam wäre. Ich möchte nicht zurückwechseln. Die integrierte Grafik der Clarkdale CPU überzeugt auch auf ganzer Linie. War in früheren Zeiten doch die onboard Grafik von Intel sehr bescheiden aufgebaut, überzeugt die Intel HD Grafik auf ganzer Linie. Bisher konnte ich das Limit der integrierten Grafiklösung noch nicht ausloten. Videos in HD-Auflösung stellen kein Problem dar. Ich habe spaßeshalber Civilization 4 installiert, dies kann ich mit hohen Details in einer Auflösung von 1280x 1024 spielen, ohne das Probleme erkennbar wären.
Die 4 Prozessorkerne (2 echte und 2 virtuelle, durch Intel’s Hyperthreading bereitgestellt) kamen bisher noch nicht ins Schwitzen, die Temperatur liegt meist bei etwas über 30° C. Der Arbeitsspeicher wurde vom Mainboard korrekt ausgelesen, so dass das manuelle Anpassen der Speichertimings nicht erfolgen musste. Mein erster Eindruck: Ich bin überwältigt – das System läuft stabil, schnell, kühl und leise.

Freitag, 20. August 2010

PC @ Home 2010 - die Zweite

Natürlich hat sich in der letzten Zeit mal wieder etwas getan. In der Hoffnung das ich meinen PC weiter optimieren kann, habe ich mir ein SSD zugelegt. Nachdem ich diverse Internetforen und Website durchforstet habe, bin ich fündig geworden und habe mir ein Solid State Drive von Intel zugelegt. Den Zuschlag hat das Value-SSD X25-V mit einer Größe von 40GB bekommen. Für dieses Laufwerk habe ich mich aus folgenden Gründen entschieden:

  • da mein Mainboard (Asus P4P800) lediglich SATA I (Chipsatz i865PE) zur Verfügung stellt, wird die X25-V wahrscheinlich sowieso nicht ausgelastet werden,
  • das geringe Datenvolumen von 40GB sollte ausreichend sein, um die Systempartition aufzunehmen.
Nachdem ich das SSD eingebaut habe und das Betriebssystem installiert hatte, welches problemlos ging, habe ich natürlich die Geschwindigkeit des SSD gemessen. Der Falschenhals ist nun, wie vermutet, der Chipsatz des Mainboards. Aber mit einer Lesegeschwindigkeit von 145MB/s bin ich recht zufrieden, zumal sich die Zugriffszeiten dramatisch verringert haben. Rein subjektiv macht sich der Geschwindigkeitszuwachs sehr deutlich bemerkbar.
Weiterhin empfinde ich es als positive Randerscheinung, dass sich die Lautstärke meines Rechners mal wieder verringert hat - obwohl die Festplatten, die vorher mittels Sharkoon Vibe Fixer eingebaut waren, nicht wirklich störend laut waren.
Zurück zum SSD: die verminderte Schreibgeschwindigkeit (angegebene 35MB/s) fühlen sich nicht wirklich hinderlich an. Die Installation wirkte wie die auf einer aktuellen HDD. 

Für mich war der Umstieg von HDD auf ein SSD ein voller Erfolg. Meine Erwartungen wurden vollstens erfüllt, wenn nicht gar übertroffen. Und das bei einem Anschluß an SATA1, der mit den gemessenen 145MB/s dicht an die im Datasheet angegebenen max.150MB/s heranreicht.

Des weiteren habe ich mir eine neue AGP-Grafikkarte zugelegt. Zum einen haben mich die Lüftergeräusche genervt, zum anderen hat die Wiedergabe von youtube - Videos in einer Auflösung von 720p die Grafikkarte mächtig ins Schwitzen gebracht bzw. starke Ruckler verursacht. Um diesen Problemen Herr zu werden, habe ich mich für den Neukauf einer Grafikkarte entschlossen. Obwohl ich in diesem Punkt schon wieder lange mit mir gehadert habe - lohnt sich der Neukauf von einer AGP-karte noch oder sollte ich jetzt doch auf etwas neueres umsteigen... Schlussendlich hat der Drang, "optimierte Lowtec" daheim zu haben, gesiegt. Erstanden habe ich dann eine Grafikkarte von Sapphire - die HD3450. Die kommt lüfterlos, mit 512MB DDR2-RAM (leider nur 64bit Speicheranbindung) daher. Hat mich aber nach dem Einbau vollkommen überzeugt. Da sich mein Computerspieleverhalten über die Jahre verändert hat und ich nur noch wenig bis gar nicht spiele (wenn, dann keine Shooter), bin ich mit der gebotenen Leistung sehr zufrieden - HD-material, zumindest in 720p, läuft problemlos.

Freitag, 14. Mai 2010

April 2010 Vorfreude auf Ubuntu 10.04 LTS Lucid Lynx

Seit Anfang April habe ich mehr oder weniger auf das Erscheinen der neuen Ubuntuversion 10.04 gewartet. Wie bei jedem Versionswechsel ist die Spannung natürlich gestiegen, je näher der Veröffentlichungstermin heranrückte. Diese „Ich will haben“-Stimmung breitete sich immer mehr aus. Im Voraus hatte ich schon beschlossen, dass es eine Neuinstallation auf dem Laptop geben wird. Die letzten zwei Veröffentlichung 9.10 und 9.04 wurden jeweils ein Upgrade des bestehenden Systems gemacht. Dies hat die Funktionsweise nicht großartig beeinträchtigt, zumindest sind mir keine Unterschiede aufgefallen. Und das, obwohl ich in der Zwischenzeit doch ein wenig an dem System herum gedoktort hatte. Da habe ich mal versucht eine TV-Karte zu installieren (welches mir auch gelungen ist), dort habe ich versucht Microsoft Office per Wine zu installieren, hier habe ich den Look'n'Feel an Mac's OS angepasst. Trotzdem oder gerade aus diesem Grunde hatte ich mir vorgenommen, beim Erscheinen einer Version mit erweitertem Support (LTS), ein neues sauberes System aufzusetzen.

Dies war dann natürlich auch gleich die Probe aufs Exempel – was die Einbindung meiner Datenpartition anging. Eigentlich wollte ich diese ebenfalls neu erstellen, aus dem einfachen Grunde, weil ich es für angemessen hielt von ext3 auf ext4 zu wechseln. Die „/“-Partition wurde bereits bei einem der Upgrades auf ext4 umgewandelt.

Je näher der Termin heranrückte, umso intensiver beschäftigte man sich natürlich damit. In diversen Foren wurden natürlich immer wieder Stimmen laut, die gerade vor dem eigentlichen Veröffentlichungstermin darauf hinwiesen, dass es sich noch nicht um ein System für den produktiven Einsatz handelt. Kurz im Vorfeld wiesen diverse Community-mitglieder darauf hin, dass man doch auf den ersten Snapshot warten sollte, was den Wechsel auf Anfang Juni verzögern würde. Da ich ein funktionierendes System bevorzuge, fällte ich die Entscheidung, dass ich erst mal den offiziellen Termin verstreichen lassen wollte und mich dann vorsichtig an einen Versionswechsel herantasten würde.

Im Großen und Ganzen habe ich diese Entscheidung auch eingehalten. Ich habe ca. 3- 5 Tage gewartet, so lange bis ich das, gleich nach Veröffentlichung heruntergeladene, Image auf CD gebrannt habe. Dieses lange Abwarten ergab sich durch den Umstand, dass ich die ersten Tage kein CD-Rohling bzw. USB-Stick gefunden hatte. Nachdem der CD-Rohling beschafft war, wurde das Image darauf verbrannt und per Live-CD getestet. Die Live-Version prüfte ich auch auf dem PC eines Bekannten, mit einem Core i7 und 6GB RAM. Da war sie wieder zu spüren, diese „Ich will haben“-Stimmung.

Die Installation erfolgte reibungslos ohne störende Ereignisse. Während der Partitionierung wurde die Datenpartition eingebunden, so dass sie nach Beendigung auch gleich zur Verfügung stand.


Nach der Installation ergaben sich natürlich die bekannten Schönheitsfehler auf meinem Laptop, der kratzende Sound und die Installation des Grafiktreibers. Aber hier konnte ich ja auf die bekannten Problemlösungen zurückgreifen. Der Sound war nach dem nächsten Neustart einwandfrei. An die Installation des Grafiktreiber wagte ich mich nur mit Bauchschmerzen heran, da ich nach der Installation die xorg.conf vermisste. Die war einfach nicht aufzufinden. Aber auch hier hilft es, in den einschlägigen Foren zu stöbern. Da meinte doch einer zu einem etwas anderen Sachverhalt – leg doch einfach selbst eine Datei an und gab ein Grundgerüst mit an.

Dieses habe ich mir auch kopiert, abgespeichert und nach der Installation des Grafiktreibers um die bewusste Zeile erweitert. Nach einem Neustart lief alles auf Anhieb. Ich fühlte mich stolz. Bisher habe ich lediglich die Standardapplikationen ein wenig erweitert, Absonderlichkeiten, Abstürze, Freezes oder ähnliche Sachen sind mir in der bisherigen Arbeit nicht aufgefallen. Lediglich der UMTS-Stick möchte sich nur verbinden, wenn er bereits vor dem Systemstart mit dem Laptop verbunden ist.

Übrigens in Bezug auf den UMTS-Stick: hier verwende ich momentan die Tchibo-Prepaid-variante, welche von O2 bereitgestellt wird. Meine bisherigen Erfahrungen sind durchweg positiv. Keine Verbindungsfehler, deutlich schnellerer Download als bei Eplus (auch Alditalk) – ich muss gestehen, dass die Downloadrate meines Surfsticks höher ist, als die des Festnetzanschlusses (DSL2000).

Ich bin also rundum zufrieden, wäre da nicht die Angelegenheit mit dem TV-Stick. Die Fussball-WM rückt in greifbare Nähe, da möchte man natürlich auch unterwegs bzw. auf Arbeit nicht auf das Spektakel verzichten. Erinnerungen werden wach – Kompilieren des v4l-treibers, Firmware im Internet suchen, ausprobieren... TV-Stick eingesteckt, „lsusb“ aufgerufen und siehe da, Karte erkannt. Ich habe mir noch vorsichtshalber eine TV-anwendung nachinstalliert „Me TV“. Nach Starten des Programms wollte er meinen Standort wissen, also Bundesland ausgewählt, bestätigt und schon startete der automatische Sendersuchlauf. Ich wage es zu behaupten, dass es unter Windows oder Mac nicht im geringsten so einfach ist, einen USB-TV-Stick zum laufen zu bringen.


Ubuntu 10.04 LTS Lucid Lynx – ich bin begeistert!

Oh, kurz nach 8: Ich denke, ich steck den TV-Stick ein und schau mal ein bisschen Fernsehen...

Dienstag, 2. Februar 2010

PC @ Home 2010 - die Erste

Es hat sich wieder einiges getan: während der eine PC wiederum mit neuen Teilen bestückt und so weiter am Leben erhalten wurde, erhielt der andere PC (VIA Epia ME6000) zwischenzeitlich den Todesstoß und wurde als Komplettrechner bei ebay eingestellt.
Aber der Reihe nach, erstmal zum Arbeitsrechner. Nachdem dieser im letzten Jahr durch die Erweiterung des RAM's als noch kongurenzfähig eingestuft wurde, musste hier trotzdem oder gerade deshalb weiter aufgerüstet werden. Die 3, 4... Festplatten, welche die Daten beherbergten, wurden zwischenzeitlich abgelöst und durch eine 750 GB HDD von Western Digital ersetzt. Hier wurde natürlich daran gedacht, dass viele Daten schnell verarbeitet werden (Stichwort: Videoschnitt) - weshalb eine Festplatte aus der "Caviar Black" - Reihe verbaut wurde.
In Folge dessen wurde mir aber auch erst einmal bewusst, dass die kleinen ratternden Raptoren, auch im Raid0, gar nicht mehr so standesgemäß waren. Die Performance war im Vergleich nicht wirklich überragend. So wurde beschlossen für das System ebenfalls eine neue Festplatte einzuplanen. Hier durfte ich lange überlegen, und wurde immer wieder hin und her gerissen - HDD oder SSD!? Von der SSD las man immer mehr ganz erstaunliche Dinge, die sich, wenn man sich die Datenblätter anschaute, sehr gut anhörten. Andererseits wurden Zweifel wach - arbeitet eine SSD an einem SATA 1 Controller ebenso performant, wie man es von den Testberichten mit SATA 2 hörte. Mittlerweile stehen SATA 3 und USB 3.0 vor der Tür. Dies und die Tatsache, das ich doch gewillt bin, den derzeitigen Rechner auch noch länger zu benutzen, ließ mich auf Bewährtes zurückgreifen - die Systemplatte ist nun eine Western Digital "Caviar Black" 640 GB. Sie liefert - anders als die alten Raptoren - eine mittlere Lesegeschwindigkeit von über 100MB/s.
Durch diese Umbaumaßnahme ist es viel leiser im Rechner geworden. Die einzigsten Wermutstropfen waren nun das Netzteil, welches durch ein 80+ ausgetauscht werden soll und die doch stark hörbare Grafikkarte.
Kurz gemacht, es wurde ein neues 80+ Netzteil von bequiet mit 480 Watt eingebaut, welches nun klaglos seinen Dienst versieht.
Bei der Grafikkarte war ich wieder am zweifeln: bestehendes Material aufrüsten (hier mit einem neuen Kühler) und auf die bestehende Leistung bauen oder Neuanschaffung. Im Betrieb war eine ATI 9800pro, diese hätte ich durch einen passiven Kühler lautlos kühlen können. Entsprechende Grafikkartenkühler waren auf dem Markt (noch) vorhanden. Für den AGP 8x Steckplatz gab es aber auch noch neue Karten, hier stellte sich die Frage Nvidia oder ATI. Ich entschloss mich für eine passiv gekühlte neue Grafikkarte von Sapphire mit einem Grafikchip von ATI, eine HD3450. Diese wies zwar nur eine 64Bit-Speicheranbindung auf, entschädigt dadurch aber mit der Möglichkeit von DirectX10, weist mit 512 MB das 4fache an Grafikspeicher, gegenüber der 9800pro, auf, ist passiv gekühlt und schlussendlich hat sie einen geringen Stromverbrauch von max. 40 Watt. ...alles schick!

Nun zum VIA Epia ME6000... Das wollte ich im vergangenen Jahr eigentlich versteigern. Da sich aber kein Käufer gefunden hatte, wandert dieser kleine PC erstmal wieder in die unterste Schublade des Schrankes. Nachdem bei frostigen Temperaturen und winterlichem Wetter Langeweile aufkam,spielte ich ein wenig mit dem mini-ITX herum: per PCI-Risercard wurde ein SATA-Controller installiert. Somit konnte ich eine leise 2,5" SATA-HDD, "Caviar Blue" 160GB von WD, verbauen. Nachdem ich mit einigen Versionen von Ubuntu und Co herum probiert hatte, stand fest - für eine grafische Oberfläche reicht es wohl nicht ganz. Der Desktop wird zwar dargestellt und baut sich für die gebotene Rechenleistung auch recht flüssig auf. So bald ein Fenster geöffnet ist und in diesem gescrollt werden muss, läßt sich der Fensterinhalt nicht mehr richtig darstellen - ab diesem Zeitpunkt wird es nur noch ein Krampf. Selbst ein einem Terminal lässt sich ein apt-get update nicht mehr verfolgen.
Also wurde per Ubuntu Alternate-CD ein minimales Ubuntu installiert. Im Anschluss installierte ich noch den openssh-server. Nun konnte ich per Putty auf den kleinen Zwerg zugreifen. Per ssh installierte ich den samba-Server, dies wird im nachfolgenden Artikel ausführlicher beschrieben. Nach der erfolgreichen Bereitstellung eines Netzlaufwerkes für Windows sollte vielleicht noch ein kleiner Webserver aufgesetzt werden, vielleicht versuche ich mich auch mal an dem Wakeonlan des ME6000. Aber bis dahin ist der Winter wahrscheinlich schon vergangen und der Sommer, mit seiner Blütenpracht, erwartet einen...