Mittwoch, 1. Juli 2009

Der PC @ Home

Nach der Ankündigung, in meinem PC die zwei 37 GB Raptoren zu einem Softwareraid zusammen zu schließen, war ich recht glücklich. Die Perfomance der beiden Festplatten ist sehr gut. Unter Windows XP habe ich nun fast alle erdenklichen Festplatten, die ich finden konnte, zu dynamischen Datenträgern umgewandelt und diese zu einem großen Volume zusammengefasst. Bisher hat mich immer die Vielzahl von Partionen abgeschreckt - nun habe ich zwei Partitionen, die erstere fasst das System und die Programme und die zweite beherbergt jegliche Daten. Positiv finde ich, dass man nur eine Partition sieht, diese sich aber über mehrere Laufwerke erstreckt. Dies hat nun leider dazu geführt, dass der Rechner nicht mehr so leise ist. Die Vibrationen, der Lärm generell hat zugenommen. Des Weiteren hat sich beim Umbau die ein oder andere Laufwerksblende (5,25") verabschiedet. Man darf halt nicht vergessen, dass nach ca. 5 Jahren die Weichmacher das Material wohl doch verlassen haben und es nun ein wenig spröde daher kommt.

Aus diesem Grunde werde ich mir wohl in diesem Monat ein neues Gehäuse spendieren, samt neuen Gehäuselüftern (2x 120mm, statt der bisher eingesetzten 80mm), ein neues effizientes Netzteil und da ich schon mal in Kaufrauschlaune bin - zwei neue Festplatten, die die alten ersetzen sollen.

Montag, 1. Juni 2009

IMAP - das unbekannte Wesen

Ich habe mich heute endlich mal dazu durch gerungen meine Emails nicht mehr per Webbrowser anzuschauen, sondern mittels Emailclient. Ich hatte zu ganz frühen Zeiten mal Thunderbird benutzt. Standardmäßig wird bei Ubuntu ja Evolution angeboten, aber dies ist mir zu mächtig. Also habe ich zu altbewährtem gegriffen. Da meine Email-Provider IMAP anbieten, habe ich das Abrufen der Mails per pop3 ignoriert, da dies ja doch eher ein veralteter Standard ist.
IMAP bringt einfach mehr Vorteile mit sich, da die Emails zentral auf dem Server des Providers gelagert werden, kann man problemlos von jedem Client darauf zugreifen. Dies ist besonders nützlich, wenn man zum Beispiel unterwegs mit dem Laptop per Wlan, Umts oder Lan auf seine Email zugreifen möchte und desweiteren zu hause ein PC zu stehen hat. Es kommt nicht zu diesem lästigen Erlebnis, dass man von unterwegs auf eine Mail zugreifen möchte - diese dann aber schon per PC abgerufen hat. Da es bei der ersten Einrichtung von Thunderbird zu kleineren unschönen Kuriositäten kam, möchte ich hier schnell ein kleines Howto anbieten, welches die meisten Ungereimtheiten beseitigt bzw. gar nicht erst aufkommen lässt.
Meine Mailprovider sind googlemail und web.de - bei beiden kam es zu den unschönen Problemen, dass zum Beispiel der Papierkorb sowie andere Ordner doppelt angezeigt wurden. Des Weiteren wurde der größte Teil der Ordner, wie Postausgang, Entwürfe und Gesendet nur mittels eines einfachen Ordnersymbols angezeigt und nicht, wie üblich mit den dafür vorgesehenen Icons.

Wenn man das erste Mal Thunderbird öffnet, startet der Assistent, der beim Einrichten des Email-Konto hilft, automatisch - alterna
tiv kann man diesen über Datei > Neu > Konto... erreichen.






Als nächstes wählen Sie E-Mail-Konto:






Anschließend klicken Sie auf Weiter.

Name und E-Mail-Adresse

Im nächsten Schritt des Assistenten geben Sie Ihren Namen ein, wie er als Realname in Ihren gesendeten E-Mails genannt werden soll, und Ihre E-Mail-Adresse:






Drücken Sie nun Weiter.

IMAP und Servernamen

Im nächsten Schritt klicken Sie auf die Option IMAP und tragen die Server für das Abrufen (IMAP) und Versenden (SMTP) von Mails ein:






In jedem Fall drücken Sie nun Weiter.

Benutzernamen für Server

Als nächstes werden Sie nach Ihrem Benutzernamen gefragt. Für web.de können die Standardeinstellungen übernommen werden und für das Einrichten eines googlemail-Konto's erweitern Sie den bestehenden Benutzernamen durch den Zusatz "@googlemail.com":






Weiter geht es in jedem Fall mit Weiter.

Kontobezeichnung

Zuletzt wird erfragt, mit welchem Namen das Konto in Thunderbird angezeigt werden soll. Vorgegeben ist hier einfach die E-Mail-Adresse, aber jede Benennung ist möglich. Im folgenden Screenshot wurde der Name zu "Googlemail" abgeändert:






Auch nach diesem Schritt muss Weiter gedrückt werden.

Zusammenfassung

Im letzten Schritt werden die eingegebenen Informationen noch einmal zusammengefasst angezeigt:






Prüfen Sie, ob Ihre Angaben richtig sind, und gehen Sie gegebenfalls über den Zurück-Knopf zu den vorigen Schritten, um Fehler zu korrigieren. Mit Fertig stellen wird der Einrichtungs-Assistent beendet. Achtung: Falls Thunderbird Sie jetzt nach Ihrem Mail-Passwort fragt, geben Sie dieses noch nicht ein, sondern schließen Sie die Passwortabfrage!

Postausgang-Server nachbearbeiten

Das neue Konto wird nun in der Hauptansicht von Thunderbird angezeigt. Es müssen noch weitere Einstellungen gemacht werden. Dazu klicken Sie auf das Feld Bearbeiten -> Konten:






Falls zu Beginn der Einstellungen bereits ein anderer Postausgang-Server eingetragen war, konnte bei der Einrichtung des Kontos der eigene Postausgang-Server nicht angegeben werden und ist nun nachzutragen. Falls der Einrichtungs-Assistent den Postausgang-Server und Benutzernamen abgefragt hat, ist der Server zwar eingetragen, muss aber noch auf eine verschlüsselte Verbindung umgestellt werden.

In beiden Fällen klicken Sie jetzt im linken Bereich des Dialogs „Konten-Einstellungen bearbeiten“ auf den untersten Punkt, Postausgang-Server (SMTP).

Falls der Postausgangsserver bereits abgefragt wurde, sieht der Dialog jetzt so aus:






In diesem Fall drücken Sie nun auf den Knopf Bearbeiten.






Falls der Server schon eingetragen war, muss nur noch unter „Verschlüsselte Verbindung verwenden“ die Option TLS bzw. SSL gewählt werden.

Speziell aus dem Ausland und von Internetzugängen aus UNI-Netzwerken kann es eventuell notwendig sein, den Port 587 zu verwenden.

Bestätigen Sie den Dialog „SMTP-Server“ mit OK.

Richtigen Postausgang-Server wählen, falls notwendig

Wechseln Sie nun im Dialog „Konten“ wieder zurück zum Konto googlemail. Falls Sie den Postausgang-Server von googlemail gerade erst nachgetragen haben, ist er hier noch nicht eingestellt, und die Einstellungen sehen wie im folgenden Bild aus:






Im rechten Bereich befindet sich ein Drop-Down-Menü Postausgang-Server (SMTP), in dem ein falscher Server eingestellt ist, falls der Server von web.de gerade nachgetragen wurde. Öffnen Sie in diesem Fall dieses Drop-Down-Menü und wählen den gerade neu eingestellten Server googlemail - smtp.googlemail.com (Standard):


Posteingang-Server nachbearbeiten

Auch der Posteingang-Server muss noch auf eine verschlüsselte Verbindung umgestellt werden. Dazu klicken Sie in den Konten-Einstellungen auf den Punkt Server-Einstellungen direkt unter „googlemail“. Sie können die Einstellungen „Beim Starten auf neue Nachrichten prüfen“ und „Alle … Minuten auf neue Nachrichten prüfen“ nach Ihren Wünschen ändern. Vor allem aber klicken Sie nun unter „Verschlüsselte Verbindung verwenden“ auf den Punkt SSL. Dabei ändert sich auch die Port-Nummer auf den Wert 993:






HTML-Format oder Reintext-Format

Bei dieser Gelegenheit können Sie noch zum Punkt Verfassen & Adressieren wechseln und einstellen, ob neue Nachrichten im HTML-Format verfasst werden sollen. Mails im HTML-Format können verschiedene Schriftarten, Fettdruck, Listenformatierungen u.a. enthalten und sind deshalb auf den ersten Blick eine interessante Möglichkeit. Aber das HTML-Format erzeugt größere Mails, und manche Empfänger mit älteren Mail-Programmen sehen nur den HTML-Code und können HTML-Mails deshalb nicht lesen (oder sie wollen es nicht, z.B. weil HTML-Mails auch schon zur Übertragung von Viren genutzt wurden). Deshalb liegt man auf der sicheren Seite, wenn man sich auf das Reintext-Format beschränkt, wie im folgenden Screenshot gezeigt:






Auf jeden Fall beenden Sie nun den Dialog „Konten“ durch einen Klick auf OK.

IMAP-Ordner nutzen

Im nächsten Schritt bearbeiten wir ein Problem, das bei mehreren deutschen IMAP-Mail-Providern auftritt, unter anderem bei web.de. Mit IMAP sieht man die Mails direkt auf dem Server, mit genau den Mailordnern, die auf dem Server eingerichtet sind. Ein web.de-Konto enthält u.a. die Ordner „Papierkorb“, „Gesendet“, „Entwurf“ und „Vorlagen“. Diese Ordner entsprechen den speziellen Ordnern von Thunderbird (genauer erklärt im Artikel Konten-/Ordnerliste), jedoch erwartet Thunderbird hierfür die englischen Namen „Trash“, „Sent“, „Drafts“ und „Templates“. Es muss nun verhindert werden, dass Thunderbird einen zweiten Satz von Ordnern mit diesen englischen Namen anlegt.


Papierkorb

Die Einstellung, um den Ordner "Papierkorb" zu ändern, ist am kompliziertesten. Wenn wir diese Einstellung nicht ändern, erzeugt Thunderbird sofort bei der ersten Verbindung zu web.de einen Ordner namens „Trash“. Das ist nicht wirklich schlimm, aber unschön, vor allem weil Thunderbird den Namen in der Ordneransicht zu „Papierkorb“ zurückübersetzt, d. h., wir sehen die Ordner „Trash“ und „Papierkorb“, aber als Name wird in beiden Fällen „Papierkorb“ angezeigt: sehr verwirrend …






Um dies zu verhindern, wählen Sie im Menü den Punkt Extras > Einstellungen..., klicken Sie dort auf das Symbol Erweitert, weiter auf den Reiter Allgemein und dann auf den Knopf Konfiguration bearbeiten.... Es erscheint ein Fenster mit einer sehr langen Liste von Einstellungen. Um weniger Optionen zu sehen, geben Sie im Feld Filter den Text mail.server.s ein. Die Liste sieht nun ähnlich zum unteren Bild aus:











Suchen Sie nun in der Liste den Abschnitt mit den Einträgen zu dem gerade neu eingegebenen Posteingang-Server. Die Einträge beginnen mit „mail.server.serverx“, wobei x eine Zahl ist, die mindestens 2 beträgt (wahrscheinlich ist es die höchste von allen Zahlen, die nach „mail.server.server“ erscheinen). Sie erkennen Ihren Server an den Eintragen „mail.server.serverx.hostname“ (Wert ist „imap.googlemail.com“), „…name“, (der von Ihnen eingegebene Kontoname, im Bild „googlemail“) und „…userName“ (Ihr googlemail-Benutzername, hier „Arthur Dent“). Merken Sie sich die Zahl x. Klicken Sie nun mit der rechten Maustaste irgendwo in die Liste und wählen Sie aus dem erscheinenden Menü den Punkt Neu > String:






Als Eigenschaftsnamen tragen Sie mail.server.serverx.trash_folder_name ein, wobei Sie für x aber die vorher gefundene Zahl einsetzen müssen …






… und dann nach einem Klick auf OK den Wert Papierkorb:






Drücken wieder auf OK, um zur Liste zurückzukommen. Der neue Wert erscheint nicht sofort in der Liste; damit Sie ihn sehen können, müssen Sie den Filter einmal abändern, z. B. indem Sie ein e hinter „mail.server.s“ setzen (der neue Eintrag wurde im folgenden Bild orange hervorgehoben):






Schließen Sie nun das Listenfenster mit einem Klick auf das Kreuz rechts oben, und schließen Sie den Dialog „Konten“ mit einem Klick auf OK.

Gesendet, Entwurf, Vorlagen

Nun muss Thunderbird herausfinden, welche anderen Ordner es auf dem Server von web.de gibt, bevor wir sie für die Zwecke von Thunderbird nutzen können. Dazu öffnen wir nun zum ersten Mal eine Verbindung zu dem web.de-Konto. Klicken Sie dazu mit der linken Maustaste auf den Mailordner Posteingang direkt unter dem Konto „web.de (IMAP)“. Thunderbird nimmt Kontakt zu web.de auf, wird vom Server nach dem Passwort gefragt und reicht diese Frage an Sie weiter:






Geben Sie das richtige Passwort ein und drücken auf OK. Thunderbird lässt sich dann von googlemail eine Liste aller vorhandenen Ordner geben und zeigt diese an:

Bild:webde-20.png

(Außerdem lädt Thunderbird die technischen Informationen (Kopfzeilen) zu allen Mails im Posteingang herunter, aber wir müssen nicht das Ende dieses Vorgangs abwarten.)

Damit Thunderbird diese Ordner auch benutzt, rufen Sie wieder die Konto-Einstellungen auf durch den Menüpunkt Extras > Konten... und klicken auf den Punkt Kopien & Ordner unterhalb von „web.de (IMAP)“:

Bild:webde-21.png

Die folgenden Änderungen könnten auf den ersten Blick unverständlich wirken, weil wir z. B. im nächsten Schritt den Standard-Ordner „Gesendet“ durch den web.de-Ordner „Gesendet“ ersetzen. Hier gilt die gleiche Bemerkung wie vorher bei „Papierkorb“: Intern verwendet Thunderbird englische Namen („Sent“, „Drafts“, „Templates“). Und Thunderbird wird diese Ordner bei Bedarf im web.de-Konto erzeugen, wenn wir das jetzt nicht verhindern. Deshalb klicken Sie unterhalb von „Eine Kopie speichern unter“ auf „Anderer Ordner“, klicken Sie dann im Drop-Down-Menü auf „web.de (IMAP)“ und in der Auswahl daneben auf den Eintrag „Gesendet“:

Bild:webde-22.png

Ebenso wählen Sie unter „Entwürfe speichern unter“ den web.de-Ordner „Entwurf“ aus …

Bild:webde-23.png

… und unter „Vorlagen speichern unter“ den web.de-Ordner „Vorlagen“:

Bild:webde-24.png

Anschließend muss der Dialog wie im folgenden Bild aussehen:

Bild:webde-25.png

Drücken Sie auf OK. Wenn Sie danach Thunderbird schließen und neu starten, sehen Sie, dass Thunderbird die Ordner „Entwurf“, „Vorlagen“ und „Gesendet“ auch mit den richtigen Ordnersymbolen anzeigt:

Bild:webde-26.png

Daran können Sie auch ablesen, dass diese Ordner nun von Thunderbird verwendet werden.

Junk

Bei web.de werden zur Behandlung von Spam-Mail (Junk) die Ordner „Freunde & Bekannte“, „Unbekannt“ und „Unerwünscht“ unterhalb des Posteingangs verwendet. Diese Ordner macht web.de aber nicht über IMAP sichtbar. Der Posteingang von Thunderbird entspricht tatsächlich dem web.de-Ordner „Freunde & Bekannte“. Wer seinen Mailverkehr komplett in Thunderbird durchführen will, sollte am besten die Spam-Funktionen von web.de ausschalten, damit nicht Mails unbemerkt in „Unbekannt“ oder „Unerwünscht“ verschwinden. Der Junk-Filter von Thunderbird ist auf der Seite Junk-Filter verwenden, um Spam zu filtern dokumentiert. (Ein Nachteil dieses Vorgehens ist, dass Thunderbird Mails erst herunterladen muss, bevor er sie als Spam erkennen kann; aber Spam-Mails sind in der Regel nicht allzu groß. Der Filter von Thunderbird muss ebenso wie der von web.de eine Weile „trainiert“ werden.)

Thunderbird richtet für die Mails, die es als Spam erkennt, einen Ordner „Junk“ ein. Wer dies nicht wünscht, kann den Junk-Filter so einstellen, dass er Spam in den Papierkorb sortiert. Diese Einstellung findet sich unter Extras > Konten...web.de (IMAP) im Punkt Junk-Filter: unterhalb von

Bild:webde-37.png

Postausgang

Der web.de-Ordner „Postausgang“ wird von Thunderbird nicht verwendet. E-Mails werden entweder direkt versendet oder in einem anderen Ordner „Postausgang“ gespeichert, nämlich dem unter „Lokale Ordner“. Wir können dem web.de-Ordner trotzdem das Symbol geben, das auch der Postausgang unter „Lokale Ordner“ hat. Diese Änderung ist also reine Kosmetik – wer sie überspringen will, geht in dieser Anleitung direkt zum nächsten Abschnitt „Speichergrenzen kontrollieren“.

Um das Symbol für den web.de-Postausgang zu setzen, muss die Thunderbird-Erweiterung „Folder Flags“ installiert werden. Die deutsche Download-Seite zu dieser Erweiterung (mit einer kurzen englischen Dokumentation der Erweiterung) befindet sich hier. Zur Installation folgen Sie den (deutschen) Anweisungen auf dieser Seite. Insbesondere sollten Sie nicht in Firefox mit der linken Maustaste auf den Link „Installieren“ klicken (dies würde den sinnlosen Versuch darstellen, diese Erweiterung in Firefox zu installieren). Speichern Sie stattdessen die Erweiterung mit Rechtsklick und „Speichern unter“ auf Ihrer Festplatte, dann öffnen Sie in Thunderbird den Menüpunkt Extras > Add-ons...:

Bild:webde-27.png

Drücken Sie den Knopf Installieren, suchen Sie die heruntergeladene Datei „folderflags...xpi“ und doppelklicken sie, warten Sie eine Weile und bestätigen Sie dann, dass Sie die Erweiterung installieren wollen, über den Knopf Jetzt installieren:

Bild:webde-28.png

Sie müssen nun Thunderbird neu starten und können dafür den Knopf „Thunderbird neustarten“ nutzen:

Bild:webde-29.png

Nach dem Neustart klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner „Postausgang“ unter „web.de (IMAP)“ und wählen im Menü den Punkt Flags...:

Bild:webde-30.png

Wählen sie im nächsten Dialog den Punkt Queue:

Bild:webde-31.png

Klicken Sie dann auf Save. Der Ordner „Postausgang“ erhält sein neues Symbol und wandert auf eine andere Position:

Bild:webde-32.png

Die Erweiterung „Folder Flags“ kann anschließend deaktiviert oder auch deinstalliert werden über Extras > Add-ons....

Speichergrenzen kontrollieren

Kostenlose Mailkonten bei web.de haben recht strenge Beschränkungen: Es werden nur 500 Mails mit insgesamt 12 MB Größe gespeichert. Thunderbird bietet keine direkte Funktion, diese Grenzen zu überprüfen. Es ist möglich, für jeden Ordner die Gesamtzahl der Mails und die Ordnergröße anzuzeigen. (Auf jeden Fall angezeigt wird die Zahl der ungelesenen Mails.) Allerdings kann Thunderbird keine Gesamtzahlen über alle Ordner ermitteln. Die Speicherplatz-Angaben sind außerdem gerundet – entscheidend sind immer noch die Angaben in der Ordnerverwaltung von web.de, die auch Gesamtzahlen enthält.

Zunächst müssen Sie eine eher unscheinbare Thunderbird-Einstellung ändern. Wählen Sie im Menü Extras > Einstellungen..., klicken Sie auf das Symbol Erweitert und dort auf den Reiter Allgemein. Dort wählen Sie die Option „Info-Spalten in der Ordner-Liste anzeigen“:

Bild:webde-33.png

Drücken Sie auf OK. Nun erscheint über der Liste der Mail-Ordner eine Zeile mit Spaltenüberschriften, und am rechten Rand dieser Liste befindet sich ein Knopf, mit dem weitere Spalten eingeblendet werden können. Im folgenden Bild befindet sich der Mauszeiger an diesem Knopf:

Bild:webde-34.png

Ein Klick auf diesen Knopf ruft ein Menü auf, in dem neue Spalten angefordert werden können: „Ungelesen“ (unnötig, weil die Anzahl ungelesener Mails in Klammern neben dem Ordnernamen angezeigt wird, sobald es eine ungelesene Mail in dem Ordner gibt), „Gesamt“ und „Größe“.

Bild:webde-35.png

Klicken Sie nacheinander auf den Knopf, auf Gesamt, wieder den Knopf, dann auf Größe. Nachdem die Spalten so angefordert wurden, kann ihre Breite durch Ziehen an der Spaltenüberschrift eingestellt werden. Hier ist eine mögliche Ordneransicht (die Überschrift „Gesamt“ erscheint nicht, weil die Spalte zu eng gezogen wurde):

Bild:webde-36.png

Offline-Einstellungen

Mit den bisherigen Einstellungen speichert Thunderbird nur die technischen Informationen (Kopfzeilen) der Mails von web.de auf Ihrer Festplatte in einem internen Format. Die Inhalte der Mails werden nur in dem Moment über das Internet geladen, wenn sie gelesen werden, aber nicht dauerhaft gespeichert. Wenn Sie mit diesem Zustand zufrieden sind (z. B. weil Ihr Computer ständig Netzzugang hat), können Sie zum nächsten Abschnitt Weitere MöglichkeitenExtras > Konten..., dann unter dem Konto „web.de (IMAP)“ den Punkt Offline & Speicherplatz und drücken dort den Knopf Ordner zum Offline-Lesen wählen...: springen. Wenn Sie auch ohne Zugang zum Internet Ihre web.de-Mails in Thunderbird lesen möchten, können Sie die Ordner Ihrer Wahl zur Offline-Nutzung markieren. Dazu wählen Sie die Konten-Einstellungen unter

Bild:webde-38.png

Es erscheint ein neuer Dialog, in dem jeder Ordner ausgewählt werden kann:

Bild:webde-39.png

Nachdem die gewünschten Ordner ausgewählt sind, müssen einmalig die schon vorhandenen Mails heruntergeladen werden. Dazu verwenden Sie den Menüpunkt Datei > Offline > Jetzt herunterladen / synchronisieren... und wählen in dem Dialog den Punkt E-Mail-Nachrichten:

Bild:webde-40.png

Wenn Sie nun auf OK drücken, werden die E-Mails heruntergeladen. Neu erscheinende E-Mails werden heruntergeladen und gespeichert, sobald Thunderbird sie bemerkt.



Freitag, 29. Mai 2009

Rechnerkultur Stand Mai 2009

Von meinem Vorhaben, auf einen Mac umzusteigen muss ich wohl oder übel noch für ungewisse Zeit Abstand nehmen. Nicht das mein Interesse geschrumpft ist, aber ich denke es wäre produktiver, wenn ich das bestehende Material weiter aus nutze. Ich meine so alt und ausgedient ist der bestehende PC noch nicht. Ganz im Gegenteil, ich habe mich letzte Woche entschlossen, auf Grund der aktuellen Preisentwicklung, in Arbeitsspeicher zu investieren. Ich habe im Fachhandel ein 2 GB-Kit DDR 400 Ram erstanden. So wurden die installierten 2x512 MB gegen 2x1024 MB ausgetauscht. Der alte Speicher verschwand erstmal im Schrank, da ich fest davon ausgegangen bin, dass Dual-Channel nur mit 2 Speicherriegeln funktioniert. Nach kurzer Überlegung, Recherche in diversen Foren und dem Studium des Benutzerhandbuches (RtfM!!!) bin ich drauf gestoßen, dass der alte Arbeitsspeicher nicht im Schrank versauern muss. Viele Worte auf den Punkt gebracht - mein PC arbeitet jetzt mit 3 GB Ram, im Dual-Channel. Mehr brauche ich so wieso nicht, da ich ja noch ein reines 32bit System benutze und deshalb nicht mehr als 3-3,5 GB Ram addressiert werden kann.
In nächster Zukunft werde ich meine beiden 37 GB WD Raptoren wieder zu einem Software-Raid 0 zusammenfügen.

UvL oder ...

...wie setze ich mich als gewählter Volksvertreter gegen den Willen der Bevölkerung durch. Hier berichtet die c't über die neusten Entwicklung zum Thema Internetsperren bzw. zum Voranschreiten des geplanten Gesetzesentwurfes.

Ich distanziere mich ganz klar von Kinderpornografie, finde aber den Weg, den der Gesetzesgeber einschlägt bedenklich und unproduktiv. Bedenklich in Bezug auf das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und unproduktiv, da die Wurzel allen Übels nicht angepackt wird. Verschiedene Stellen haben schon gezeigt, dass sich auf recht unbürokratischem Wege der "Sumpf der Kinderpornografie" austrocknen lässt.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Laptop Upgrade

Vergangene Woche habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen, meinem Laptop ein bisschen neues Leben einzuhauchen. Nach kurzer Internetrecherche habe ich mich dazu durchgerungen, bei einem großen Internetauktionshaus eine leistungsfähigere CPU zu ersteigern. Nun wird anstelle eines 1,8GHz Pentium 4 M eine CPU mit 2,2GHz betrieben. Die Reinigung des CPU-Kühlers, sowie die Verwendung von neuer Wärmeleitpaste sorgen jetzt für eine effizientere Wärmeabfuhr. Von den Spezifikationen stimmen die CPU's überein und die CPU wurde nach dem Einbau ohne Probleme erkannt. Ein Leistungszuwachs ist ("deutlich" - wäre übertrieben) zu erkennen.

Seid der letzten Woche hat sich in Bezug auf meine Laptop-Mobilität auch etwas getan: Das Handy wird jetzt als UMTS-Modem "missbraucht". Dank des Angebotes meines Mobilfunkbetreibers, bin ich jetzt stolzer Besitzer einer Internetflatrate und kann nun jederzeit sorgenfrei ins Internet.
Sobald das Handy per USB-Datenkabel an das Laptop angeschlossen wird, erkennt Ubuntu 9.04 dies als Modem und bietet mir ein Konfigurationsdialog an. Dort nur schnell den Mobilfunkbetreiber aussuchen, ein Häkchen bei der Option automatisch verbinden und das wars. ...nicht ganz, vorher habe ich noch die DNS-server meines Mobilfunkbetreibers im Handy nachgetragen - und das war es dann aber wirklich.
P.S.: Auch dieser Artikel wurde unterwegs verfasst und ins Internet eingestellt.

Donnerstag, 2. April 2009

Problembeseitigung beim Gericom X5 Force

Ob vor drei jahren oder bei einer aktuellen Linuxdistribution - die Soundkarte konnte nicht ordentlich zu Laufen gebracht werden und die Installation des Nvidia-Treibers bereitet auch Probleme. Früher nicht so schlimm - heutzutage, wo Compiz Standard ist, unverzichtbar.

Erst zum Sound! Hier stellt sich das Problem wie folgt dar: Jegliches Abspielen von Tönen oder Musik wird von einem Knarzen und Pfeifen begleitet.

Problemlösung...

Bei Ubuntu 8.10 muss man unter /etc/modprobe.d das Dokument "alsa-base" editieren und einfach folgende Textzeile hinzufügen
options snd-via82xx dxs_support=4
Anschließend den Rechner neu starten und siehe da, es funktioniert.

Nun zum nvidia Treiber! Dieser läßt sich problemlos istallieren, aber nach dem Neustart bleibt der Bildschirm schwarz. In die Konsole läßt es sich wechseln, aber eine grafische Oberfläche läßt sich nicht nutzen.

Problemlösung...

Auch hier editiert man unter /etc/X11 die Datei xorg.conf und fügt im Abschnitt "Screen" folgende Textzeile hinzu

Option "UseDisplayDevice" "DFP"

Nach einem Neustart sollte die grafische Oberfläche starten und man kann auch Compiz nutzen.

Aktuelle Laptop - Config

Beim Gericom X5 Force, welches baugleich mit dem Twinhead P14G ist, wurden laut Datasheet Mobile Intel Pentium 4 von bis zu 2 GHz verbaut. Ein RAM-slot ist fest ausgestatte mit 128 MB RAM, der zweite nimmt bis zu 512 MB auf. ...was in den heutigen Zeiten recht mager ist.
Als Festplatte wurden zumeist Hitachi HDD's mit einer Kapazität bis zu 60 GB verbaut. Das Mainboard ermöglicht nur eine 28 Bit LBA Adressierung, so dass Festplatten nur bis 128 GB vollständig erkannt werden, Ausnahmen stellen hier Windows Vista, Linux und BSD dar (siehe hier).
Aktuell habe ich den RAM auf maximal mögliche 640 MB ausgebaut. Die HDD stellt 160 GB bereit.

Geplant ist ein Upgrade der CPU auf 2,4 GHz - was nun auch nicht Top of the Pops ist, aber wohl ein merklichen Leistungszuwachs bieten wird. Derzeit bin ich am eruieren, welche CPU Variante vom Mainboard erkannt wird.

Momentan habe ich die Linux Distribution Ubuntu 8.10 Intrepid Ibex installiert. Diese wird aber wohl in naher Zukunft durch die aktuelle Neuerscheinung Ubuntu 9.04 ersetzt.
Zur Installation - diese erfolgte problemlos von der Live-CD. Bei der Partitionierung bin ich in den manuellen Modus gewechselt. 1 GB für Swap/ Auslagerung, ca. 40 GB ext3 für "/" inklusive dem home-Verzeichnis und der Rest formatiert mit ext3 als "Data" Partition. Ich verspreche mir davon den ein oder anderen Vorteil. Zum einen, denke ich, müllt der home-Bereich doch immer mehr zu, vor allem wenn man die Linux-distri upgradet. Da werden neue oder einfach andere .config Dateien abgelegt, die alten verwaisen und nehmen Platz weg. Löschen mag man sie nicht recht, vielleicht werden sie ja doch noch gebraucht. Installiert man alles neu, inklusive der home-Partition, muss man vorher alle Daten exportieren (was man ja sowieso immer machen sollte, aber nicht wirklich immer macht). Mein Gedanke war nun der, das ich dem Linux inklusive "home" ausreichend Platz zur Verfügung stelle, eine Partition nur mit meinen Daten befülle und diese anschließend, nach einer Neuinstallation einfach in das frische Dateisystem einbinde. Vielleicht oder wahrsceinlich sogar sehr habe ich dabei einen Denkfehler, der sich aber doch in der nächsten Zeit zeigen wird - wenn nicht, dann nehme ich einfach an, dass es so gut ist.

In Zukunft schaffe ich wahrscheinlich eine Internet Flatrate per UMTS bzw. GPRS Verbindung an. Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass das Modem problemlos erkannt wird und ich dann jederzeit und überall sorgenfrei surfen kann.

Freitag, 27. März 2009

Gericom X5 Force

Seid Jahren nenne ich oben genanntes Notebook mein eigen. Es wurde mit Windows XP Home ausgeliefert und auch die längste Zeit betrieben. Ein Versuch auf dem Notebook Windows 2000 oder frühere Windowsversionen zu installieren, schlug fehl. Ausgeliefert wurde das Gericom mit wahnsinnigen 256 MB RAM, einem Pentium 4 M (nicht zu verwechseln mit dem ein wenig später erschienenen und leistungsstärkeren Pentium M) mit 1,8 bzw. 1,2 GHz, einer Geforce 420 Go mit 32MB RAM und einer 40 GB Fetsplatte. Es gab auch Varianten mit integiertem Wlan-modul. Der Akku hält sich wacker und stellt seid eh und je Strom für ca. 1,5 bis 2 Stunden vollen Betrieb zur Verfügung.
Ich hatte früher schon des öfteren versucht, Linux zu installieren. Dies gelang früher, wie heute problemlos - wenn man auf die ein oder andere Sache verzichtet (hat). Probleme bereitet der Sound und die Nutzung des nvidia Treibers.

Freitag, 20. März 2009

Aussichten

Seid geraumer Zeit spiele ich ja, mal mehr mal weniger, mit dem Gedanken, mir einen Mac anzuschaffen. Ich möchte etwas funktionierendes, etwas exotisches, etwas was mich fordert, etwas womit ich gut zurecht komme, etwas problemloses, schick sollte es auch sein und es sollte etwas fertiges sein. Das Aufrüsten und Ausprobieren mit dem PC macht mir zwar Spass, aber wenn man etwas hat, was 100% funktioniert und auf einander abgestimmt ist, dann ist das schonmal was anderes. Beim Mac spricht mich natürlich das Äußere an. Aber auch die Produktlanglebigkeit, die Qualität. Natürlich auch der exotische Flair - ich hab ein Mac. Aber auf der anderen Seite ist es natürlich etwas ungewisses - komme ich mit der Bedienung zurecht, tun sich, wie bei Linux anfänglich, Probleme auf, die mich insgesamt scheitern lassen? Ich weiß nicht, wie oft ich unter Linux probiert habe, etwas zum Laufen zu bringen - ich sag nur "make" oder das Entpackena uf der Kommandozeile "tar -xyzf??" ...ach da muss ich nochmal schauen, ich hab's mir wieder nicht gemerkt am besten abschreiben... An den Neubau eines Kernels hab ich mich erst garnicht drangewagt. Und egal wie oft ich mir vorher die bedienungsanleitung vom vi angeschaut habe bzw. eine Kurzrefeerenz dazuliegen hatte, wirklich sicher konnte ich mich nie in einer Text- oder config- Datei bewegen. Beim Mac bin ich aber guter Dinge. Vielleicht wird es ja schon dieses Jahr etwas, mal schauen, wie die Steuererklärung ausfällt. Dann wäre ich auch willens mich von all dem angesammelten und meist brach herumliegenden PC-müll/ Einzelteilen zu trennen. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass ich dann auch den jetzigen PC verkaufen, verschenken oder wie auch immer weggeben würde. Um mich ganz und gar auf den Mac einzulassen.
Vorschweben täte mir ein Imac, mit 2,93Ghz Core 2 Duo, 4GB RAM, einer Geforce GT120 und 320 GB HDD - ich denke, das wäre obere Mittelklasse Standardausrüstung.

Donnerstag, 19. März 2009

Rechnerkultur Stand März 2009

Mittlerweile hat sich einiges getan – all dies chronologisch aufzuzählen würde zu weit führen.

Nur so viel, der im letzten Blog beschriebene PC ist an meine Schwester verkauft. Nachdem er einige zeit erfolgreich unter Ubuntu 8.10 lief, wobei sich wirklich in keinster Weise das Verlangen aufgetan hat, wieder Windows zu installieren, kam eine neue alte Festplatte hinein und für sie wurde ein nagelneues Windows XP aufgesetzt.

Nun wird hier als einziger Rechner ein Pentium 4 mit 2,8GHz, 1GB DDR400 RAM, einer Radeon 9800Pro und einer 34GB Raptor HDD betrieben. Die Lüfter sind alle herunter geregelt und die HDD hat ihren Platz in einem Sharkoon Vibe Fixer gefunden –so leise und entspannt habe ich diesen PC noch nie betrieben, wirklich sehr entspannt.