Aber der Reihe nach, erstmal zum Arbeitsrechner. Nachdem dieser im letzten Jahr durch die Erweiterung des RAM's als noch kongurenzfähig eingestuft wurde, musste hier trotzdem oder gerade deshalb weiter aufgerüstet werden. Die 3, 4... Festplatten, welche die Daten beherbergten, wurden zwischenzeitlich abgelöst und durch eine 750 GB HDD von Western Digital ersetzt. Hier wurde natürlich daran gedacht, dass viele Daten schnell verarbeitet werden (Stichwort: Videoschnitt) - weshalb eine Festplatte aus der "Caviar Black" - Reihe verbaut wurde.
In Folge dessen wurde mir aber auch erst einmal bewusst, dass die kleinen ratternden Raptoren, auch im Raid0, gar nicht mehr so standesgemäß waren. Die Performance war im Vergleich nicht wirklich überragend. So wurde beschlossen für das System ebenfalls eine neue Festplatte einzuplanen. Hier durfte ich lange überlegen, und wurde immer wieder hin und her gerissen - HDD oder SSD!? Von der SSD las man immer mehr ganz erstaunliche Dinge, die sich, wenn man sich die Datenblätter anschaute, sehr gut anhörten. Andererseits wurden Zweifel wach - arbeitet eine SSD an einem SATA 1 Controller ebenso performant, wie man es von den Testberichten mit SATA 2 hörte. Mittlerweile stehen SATA 3 und USB 3.0 vor der Tür. Dies und die Tatsache, das ich doch gewillt bin, den derzeitigen Rechner auch noch länger zu benutzen, ließ mich auf Bewährtes zurückgreifen - die Systemplatte ist nun eine Western Digital "Caviar Black" 640 GB. Sie liefert - anders als die alten Raptoren - eine mittlere Lesegeschwindigkeit von über 100MB/s.
Durch diese Umbaumaßnahme ist es viel leiser im Rechner geworden. Die einzigsten Wermutstropfen waren nun das Netzteil, welches durch ein 80+ ausgetauscht werden soll und die doch stark hörbare Grafikkarte.
Kurz gemacht, es wurde ein neues 80+ Netzteil von bequiet mit 480 Watt eingebaut, welches nun klaglos seinen Dienst versieht.
Bei der Grafikkarte war ich wieder am zweifeln: bestehendes Material aufrüsten (hier mit einem neuen Kühler) und auf die bestehende Leistung bauen oder Neuanschaffung. Im Betrieb war eine ATI 9800pro, diese hätte ich durch einen passiven Kühler lautlos kühlen können. Entsprechende Grafikkartenkühler waren auf dem Markt (noch) vorhanden. Für den AGP 8x Steckplatz gab es aber auch noch neue Karten, hier stellte sich die Frage Nvidia oder ATI. Ich entschloss mich für eine passiv gekühlte neue Grafikkarte von Sapphire mit einem Grafikchip von ATI, eine HD3450. Diese wies zwar nur eine 64Bit-Speicheranbindung auf, entschädigt dadurch aber mit der Möglichkeit von DirectX10, weist mit 512 MB das 4fache an Grafikspeicher, gegenüber der 9800pro, auf, ist passiv gekühlt und schlussendlich hat sie einen geringen Stromverbrauch von max. 40 Watt. ...alles schick!
Nun zum VIA Epia ME6000... Das wollte ich im vergangenen Jahr eigentlich versteigern. Da sich aber kein Käufer gefunden hatte, wandert dieser kleine PC erstmal wieder in die unterste Schublade des Schrankes. Nachdem bei frostigen Temperaturen und winterlichem Wetter Langeweile aufkam,spielte ich ein wenig mit dem mini-ITX herum: per PCI-Risercard wurde ein SATA-Controller installiert. Somit konnte ich eine leise 2,5" SATA-HDD, "Caviar Blue" 160GB von WD, verbauen. Nachdem ich mit einigen Versionen von Ubuntu und Co herum probiert hatte, stand fest - für eine grafische Oberfläche reicht es wohl nicht ganz. Der Desktop wird zwar dargestellt und baut sich für die gebotene Rechenleistung auch recht flüssig auf. So bald ein Fenster geöffnet ist und in diesem gescrollt werden muss, läßt sich der Fensterinhalt nicht mehr richtig darstellen - ab diesem Zeitpunkt wird es nur noch ein Krampf. Selbst ein einem Terminal lässt sich ein apt-get update nicht mehr verfolgen.
Also wurde per Ubuntu Alternate-CD ein minimales Ubuntu installiert. Im Anschluss installierte ich noch den openssh-server. Nun konnte ich per Putty auf den kleinen Zwerg zugreifen. Per ssh installierte ich den samba-Server, dies wird im nachfolgenden Artikel ausführlicher beschrieben. Nach der erfolgreichen Bereitstellung eines Netzlaufwerkes für Windows sollte vielleicht noch ein kleiner Webserver aufgesetzt werden, vielleicht versuche ich mich auch mal an dem Wakeonlan des ME6000. Aber bis dahin ist der Winter wahrscheinlich schon vergangen und der Sommer, mit seiner Blütenpracht, erwartet einen...
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